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Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder,
In den vergangenen Monaten wurden wir mit einer sanitären Notlage
konfrontiert, die unser Leben verändert und erschüttert hat. Deshalb
möchte dazu ein paar Betrachtungen mit euch teilen.
Zuallererst möchten die Direktion, die Mitarbeiter und ich selbst
unser Beileid an alle Personen richten, die einen Todesfall ihrer
Lieben beklagen müssen oder um das Leben eines Erkrankten und ins
Krankenhaus eingelieferten gebangt haben.
Unser Verein hat ohne Verzögerung auf die Coronakrise reagiert und
unser Sitz wurde für das Publikum ab 10. März geschlossen, um ab
sofort die Verbreitung des Virus zu begrenzen
Aber die Tätigkeit des Vereins wurde nicht unterbrochen, während wir
alle Versammlungen eingestellt haben, ebenso wie die Besuche und die
kalendermäßig geplanten Begegnungen. Unsere Mitarbeiter haben
weiterhin die notwendigen Unterlagen für die Ermächtigung zur
Einäscherung für unsere Mitglieder bearbeitet, sei es im Büro, sei
es in zuhause mit dem Pc. Die Notrufnummer ist in kapillarer Weise
mittels E Mails verbreitet worden, die an alle Gemeinden und
Bestattungsinstitute in Südtirol geschickt wurden, sowie auf unserer
Internetseite aufschienen ist. Das hat sich als sehr wichtig gezeigt,
da wir viele Telefonanfragen, sei es von den zuständigen Ämtern und
Bestattungsinstituten, sei es von unseren Mitgliedern und deren
Verwandten bekommen haben.
Die Corona Notlage hat, um Ansteckungen vorzubeugen, beträchtliche
Auswirkungen auf die Bestattungsrituale verursacht, diese mussten in
stark vereinfachter Form stattfinden, in alleiniger Anwesenheit der
engsten Familienmitglieder.
Während der Zeit des Lockdown war es auch für SOCREM unmöglich, die
nicht religiösen Abschiedszeremonien zu veranstalten, ebenso wie die
Verstreuung der Asche und Bestattung der Urnen vorzunehmen.
Aus diesem Grund sollte es im September möglich sein, unseren
Mitgliedern eine kollektive Abschiedszeremonie vorzuschlagen als
Ersatz für alle, aufgrund der Pandemie ausgefallenen.
Wir möchten unserer lieben Verstorbenen gedenken und die
Verlustgefühle unserer gesamten Gemeinschaft zum Ausdruck bringen,
indem wir die Erinnerung an die Verstorbenen tief in unsere sozialen
Beziehungen integrieren.
Giuseppe Rossi
Präsident des
Südtiroler Verein für die
Einäscherung
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