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Die Südtiroler Socrem hat in den vergangenen Jahren eine reibungslose
interne Organisation aufgebaut. Sie ist für den Bau des Krematoriums
und für die Verbreitung der Feuerbestattung, die in Bozen italienweit
den verhältnismäßig höchsten prozentuellen Anteil aufweist, von
grundlegender Bedeutung gewesen. All dies ohne soziale Spannungen zu
verursachen.
Aus diesen Gründen hat sich Socrem sei es auf örtlicher, wie auch auf
nationaler Ebene ein wohl berechtigtes Prestige erwirken können.
Jetzt sind wir allerdings in einer neuen Phase getreten, die den Aufbau
von Dienstleistungen für die Mitglieder vorsieht. Wir hoffen, dass
diese Ausrichtung unseren Mitgliedern das Gefühl vermitteln kann, aus
gutem Grund im Verein zu sein und den Dazugehörigkeitssinn zu verstärken.
Das war der Leitfaden, der unsere Tätigkeit im letzten Jahr inspiriert
und sich in folgenden Bereichen niedergeschlagen hat.
Bestattungsbegleitung
Wir haben ganz konkret die Grundlagen für die Ausbildung von zwei
Begleitern gelegt, die in der Lage sein werden, einen Abschied zu veranstalten und dort einzuspringen, wo die
religiöse Feier Lücken lässt.
Insbesonders:
-
wenn der Verstorbene am Krematorium ankommt, nach der Trauerfeier
in der Kirche;
-
wenn der Abschied nicht in religiöser Form veranstaltet wird
beim Abschiedssaal am Krematorium;
-
wenn die Asche den Angehörigen zurückerstattet wird, entweder für
die endgültige Beisetzung oder für die private Aufbewahrung oder auch
für die Zerstreuung, sobald erlaubt.
Die Gemeinde Bozen hat uns schriftlich bestätigt, dass dieses Vorhaben eine
wichtige soziale Bedeutung hat. Die Stiftung der Sparkasse hat uns einen
finanzielle Unterstützung zugewiesen und wir warten noch auf eine
Entscheidung des Landes für einen zusätzlichen Geldzuschuss vom Europäischen
Sozialfonds.
Damit dürften wir imstande sein, zwei Personen, eine italienisch- und
eine deutschsprachige, bei der Stiftung
Ariodante Fabretti in Turin, die als höchstes kulturelles und
wissenschaftliches Institut im Bestattungswesen gilt, auszubilden.
Infoblatt
und Fördermaßnahmen
Sie haben sicher bemerkt, dass unsere letzte Nummer , die als Anlage zur
Zeitschrift des Bundes “Confini” ankommt, sich in neuem grafischen
Kleid präsentiert mit einem kurzen und wesentlichen Inhalt. Damit
wollten wir nicht nur unsere Mitglieder ehren, sondern auch unser
Infoblatt als Fördermittel benutzen und zwar erstens indem es jeder
Gemeinde im Land in einigen Exemplaren zugeschickt und mit einem
Infostand an den Friedhöfen in Bozen und Leifers, gegen Ende Oktober,
also zeitlich in der Nähe der Feiertage der Verstorbenen von unseren
freiwilligen Helfern verteilt wurde.
Neuer
Sitz und Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften
Schon lange suchten wir nach einem angebrachten Sitz, haben demzufolge
gerne den Tauschvorschlag der Gewerkschaft AGB/CGIL angenommen und sind
um wenige Nummern weiter in der Trieststrasse vorgerückt. In den neuen
Räumlichkeiten, die wir bezogen haben, fehlt es nicht an Platz
und Licht. Die Differenz im Mietbetrag wird von der Gewerkschaft übernommen.
Die AGB hat uns außerdem vorgeschlagen, eine ihrer institutionellen Tätigkeiten
unter unseren Mitgliedern zu verbreiten. Es handelt sich um die letzte
Einkommenserklärung und der Erbschaftsantretung ohne schriftliches
Testament. Nur wenige wissen, dass sich in diesem Fall der Gang zum
Notar erübrigt und die diesbezüglichen Spesen kürzen lassen. Der
Vorstand hat beschlossen, den Vorschlag anzunehmen und auch die anderen
Patronate der SGB, SGK und der ACLI einzubeziehen., unter der
Voraussetzung selbstverständlich, dass den SOCREM Mitgliedern
Vorzugstarife eingeräumt werden.
Bestattungsauftrag
Es gibt schon etwa vierzig Verträge abgeschlossen worden, mit
Mitgliedern, die der Socrem alle Angelegenheiten der Bestattung
anvertrauen und die diesbezüglichen Kosten schon abgedeckt haben. Der
Vorstand hat die Bedingungen überarbeitet, um das Risiko zu vermeiden,
dass Socrem aus eigener Tasche eventuelle Preisveränderungen tragen
muss.
Schutz
der Daten und des Willens der Mitglieder
Das EDV Archiv von Socrem bedarf einer ständigen technischen Wartung,
sei es um immer auf den
letzten Stand zu sein, sei es um vor eventuellen Gefahren von
Datenverlust oder – entwendung geschützt zu sein. Dank unserer
Informatikexperten, Prof. Giovanni Spagnulo und Arturo Tonazzi, können
wir dieses Bedürfnis ohne weiteres abdecken und sind ihnen dafür zu
Dank verpflichtet.
In den ersten Monaten 2006 ist das Projekt für die
Datenschutzmassnahmen beendigt worden. Genannte Daten können ausschließlich
von Socrem zwecks Willenserfüllung behandelt werden. Socrem vermag dies
durch genanntes Archiv, durch Gemindekontrollen und durch das Gesetz
selber garantieren, da die Mitgliedschaft bei Socrem vorrangig ist und
eventuelle Versäumnisse oder Missbilligung der Angehörigen ausschalten
kann.
Erhöhung
des Mitgliedschaftsbeitrags
Der Vorstand hat beschlossen, der Vollversammlung eine wie folgt
zusammengesetzte Erhöhung zu unterbreiten:
| - Einzelner Jahresbeitrag |
€ 15,00 |
| - Jahresbeitrag für Ehepaare |
€ 12,50 ciascuno |
| - Mehrjähriger Beitrag |
€ 75 für fünf Jahre, € 150 für
zehn Jahre |
| - Beitrag auf Lebzeiten |
€ 300,00 |
| außerdem eine Eintrittsgebühr von |
€ 10,00 |
Die Gründe für die Erhöhung liegen im
Verantwortungssinn der mit einem guten Verlauf der Vereinsarbeit
zusammenhängt.
Unsere Bilanz erlaubt uns zur Zeit, für die fixen Kosten wie Miete,
Verwaltung und Personal aufzukommen. Doch unter diesen Bedingungen kann der Verein keine zusätzlichen
Dienstleistungen anbieten, wie den Begleiter zum Beispiel, den wir
unseren Mitgliedern kostenlos zur Verfügung stellen möchten oder wie
die Förderung der Feuerbestattung und die damit verbundenen Zuschüssen
der verschiedenen Südtiroler Gemeinden.
Wir könnten kaum an den Arbeiten des Bundes teilnehmen, noch an denen
wo die Entscheidungen über die Zukunft der Feuerbestattung gefällt
werden und wo auch die Voraussetzungen für die Erlassung von Gesetzen,
di e noch ausstehen, wie beispielsweise jene zur Zerstreuung. Zudem wären
Informationsrunden vonnöten, die die Feuerbestattung auch kulturell
untermauern.
Der Verein könnte in Schwierigkeiten kommen, da selbst ein auf
freiwilliger Basis arbeitender Vorstand es kaum vereinen kann, eine hohe
Verantwortung mit ungenügenden Geldmitteln zu tragen.
Gespräche
mit Amtsträgern
Im Laufe des Jahres habe ich als Präsident, mit Sonja Tomaselli und den
Mitgliedern des Komitees Farina, Serafini, Zaninelli viele Gespräche zu
den vereinseigenen Themen mit folgenden Beamten geführt:
-
Dr. Maria Serena Pompili, Außerordentlicher
Kommissar der Gemeinde Bozen und stellvertretender Vizepräfekt;
-
Dr. Otto Saurer, Vizepräsident der
Landesregierung;
-
Mit den Assessoren der Gemeinde Bozen,
Margarethe Rottensteiner, Silvano Bassetti und Patrizia Trincanato;
-
Tiziana Marcolin, Leiterin des
Friedhofsamtes der Gemeinde Bozen
-
Dr. Avolio, Leiter des Bürgermeisterkabinetts
Bozen;
-
mit dem Vorsitzungsrat des KVW;
-
mit Pfarrer Luigi Tosi, Leiter des
Pastoralamtes der Diözese;
-
Dr. Gerhard Brandstätter, Vorsitzender
der Stiftung der Sparkasse;
-
Dr. Florian Terzer, Leiter der Abteilung
für Gesundheits- und Sozialwesen der Autonomen Provinz Bozen;
-
Dr. Paul Tragust, Leiter der
Sozialdienste der Autonomen Provinz Bozen;
-
Dr. Elisabeth Spergser,
Kabinettsleiterin des Landespräsidenten Durnwalder;
-
Dr. Marina Sozzi, Leiterin der Stiftung Ariodante Fabretti in
Turin .
Als Präsident habe ich den Sitzungen des Bundes in Novara und Viterbo
beigewohnt.
Vereinbarung
mit der Gemeinde Bozen
Es ist unser Anliegen, der Gemeinde Bozen eine Vereinbarung
vorzuschlagen, um die Übertragung an das für die Bewilligung
gesetzlich zuständige Amt des Einäscherungswillens unserer Mitglieder
nach einem formellen Protokoll zu gestalten.
Die Gemeinden sind auf unsere Bestätigung angewiesen, da sie keine
eigene Datei führen.
Wir erwarten demnächst ein Treffen mit dem Vizebürgermeister Elmar
Pichler Rolle, um diesen unter anderen Problemkreisen zu erörtern.
Auskünfte
an Mitglieder und
Öffentlichkeit
Sobald unsere Geldmittel es erlauben, möchten wir eine Anleitung in
Druck geben, das alle notwendigen Informationen beinhalten soll, was
alles gemacht werden muss oder soll, wenn ein Angehöriger stirbt.
Wenn die Tätigkeit der Begleitung ihren Anfang nehmen
und/oder die Zersteruung endlich auch hierzulande geregelt sein
wird, planen wir einen öffentlichen Vortrag zu diesen Themen.
Tätigkeit
des Vorstandes und des Sekretariats
Der Vorstand und das Komitee sind im Jahre 2006 9 Mal einberufen wroden.
Das Büro ist von Montag bis Freitag, morgens von 9.00 bis 12.00 Uhr,
und am Montag und am Mittwoch auch nachmittags, von 15.00 bis 18.00 Uhr
offen (Außer in den Sommermonaten.
Das Sekretariat erfüllt etliche Aufgaben, die sowohl die Verwaltung
betrifft, wie auch den immer regen und zeitraubenden Parteienverkehr.
Die Begeisterung, das Engagement und das
Verantwortungsbewusstsein sind im Vorstand, wie auch unter den
Mitarbeitern, den Informatikexperten und allen freiwilligen Helfern
ersichtlich. Dafür danke ich allen von Herzen und bin sicher, dass dies
auch in Zukunft weiterhin zu Gunsten der Mitglieder sich erhalten wird.
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