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Aus
unserem jährlichen Brief konnten die Mitglieder entnehmen, dass Südtiroler
Socrem nun den Angehörigen, wenn die
Feuerbestattung stattfindet, jemanden zur Verfügung stellt, der
eine kleine letzte Verabschiedung anbieten kann.
Eine kurze Erklärung ist hier
notwendig.
Letztes
Jahr haben wir in der Überzeugung, dass die Feuerbestattung nicht nur
ein rein technischer Vorgang ist, drei Kandidaten ausgesucht, die dank
des Beitrages der Stiftung
Sparkasse, des Landes und
der Gemeinde Bozen zu einer
diesbezüglichen theoretischen und praktischen Ausbildung bei einem
Fachinstitut, die Stiftung
Ariodante Fabretti,
besuchen konnten.
Die Stiftung, gegründet von Universität, Socrem in Turin und Region
Piemont, setzt sich die Forschung um
Tod und dessen kulturellem, wissenschaftlichem, psychologischen und
technischem Umfeld, zum Ziel.
Ausgebildet
wurden unsere Mitbürger Martin
Abram, Renata Bianchi und
Sonja Tomaselli und das diesbezügliche Diplom bürgt für ihr
angeeignetes Fachwissen.
Ihr
Wirken zeigt sich an zwei verschiedenen Stellen sehr nützlich: bei der
Übergabe der Urne mit der Asche und bei der Aufnahme des Sarges am
Krematorium nach der Trauerfeier in der Kirche.
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Es
handelt sich um einen der schwersten Momente für die Angehörigen, sei
es weil ihnen die Urne persönlich ausgehändigt wird, sei es weil sie
in ihrem Leid nicht imstande sind,
von selbst eine gemeinsame Abschiedsfeier zu veranstalten.
Der
Abschiedsbegleiter, den Socrem auf Anfrage zur Verfügung stellt, erfüllt
diese Aufgabe.
Im
Einverständnis mit der Familie gestaltet er eine kurze Abschiedsfeier
zur Ehrung des Verstorbenen.
Der letzte Gruß schafft Raum für Trost, Ehrung und Gefühlsausdruck der
Familie.
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Der
Abschiedsbegleiter kann auch in diesem Moment einspringen, doch zur Zeit
kämpft die Gemeinde, Leiterin des Krematoriums, mit einigen
organisatorische Hürden. Wir arbeiten schon an ihrer Beseitigung.
Der
Einsatz des Abschiedsbegleiters kann bei Socrem in Bozen, Trieststr. 82,
Tel. 0471/915816 beantragt werden. Parteienverkehr von Montag bis
Freitag, 9.00 bis 12.00 Uhr und am Montag und Mittwoch auch nachmittags,
von 15.00 bis 18.00 Uhr.
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Der
Abschiedsbegleiter steht den Angehörigen bei der Gestaltung der
Abschiedsfeier für die Ehrung des Verstorbenen zur Verfügung. Aus dem
Buch der Stiftung Ariodante Fabretti wird seine Aufgabe wie folgt
beschrieben:
“Die Begleitung ist vor allem im Falle
von Feuerbestattung unabdingbar, da
der Verstorbene von den Angehörigen dem Personal des
Krematoriums übergeben wird: an diesem Ort findet die schmerzliche, körperliche
Trennung vom Verstorbenen statt. Genauso unabdingbar ist sie bei der Rückgabe
der Asche, damit die psychologische Belastung mitgetragen werden kann.
Der Abschiedsbegleiter ist vor allem der erste, der
aus den Worten der Angehörigen über Eigenschaften des Verstorbenen, über
Kulturkreis, Kunstgeschmack, Hobbys und biographische Einzelheiten in
Kenntnis gesetzt wird. Grundsätzlich muss ein Abschiedsbegleiter ein
offenes Ohr haben und mit der Familie eine Hilfebeziehung eingehen, um
Bedürfnisse wahrzunehmen, beratend
zur Seite zu stehen, ohne sie dabei je zu überschatten
oder gar zu verdrängen.
Ein
Abschiedsbegleiter versteht es, die unterschwelligen Bedürfnisse, die
einer Verabschiedung inne liegen, zu erkennen und sie in ein Ritual
einzubinden, das zugleich trostspendend und sinnvoll sein soll.
Sind die Bedürfnisse
der Leidträger, die es auszutragen gilt, begriffen, kann die
Abschiedsbegleitung Gestalt annehmen. Er wird auf Menschen treffen, die
ihm genaue Anweisungen geben werden, die schon Musik und Lesestücke
ausgesucht oder bereits feierliche Gedenkreden vorbereitet haben. Andere
hingegen werden Anregungen und Beratung erwarten. In diesem Fall muss er
ihnen Gedichte und Texte vorschlagen, die inhaltlich zur
Lebenseinstellung des Verstorbenen passen oder für die Hinterbliebenen
von Bedeutung sind.
Welche Eigenschaften müssen
also einen Abschiedsbegleiter kennzeichnen? Zusammenfassend, muss er vor
allem zwei Fähigkeiten besitzen. Zum einen
muss er die Bedürfnisse der Familie erkennen und verstehen, zum
anderen muss er das
Fachwissen für die Gestaltung der Verabschiedung beherrschen, da er sie
nicht nur leitet, sondern darin unmittelbar eine Rolle spielt,
wenngleich nicht die einzige. Hauptdarsteller sind nämlich der
Verstorbene, für den die Verabschiedung schließlich stattfindet und
die Leidträger, die in der Abwicklung der Gesten und Worte, die dem Tod
entgegengesetzt werden, einbezogen sind.
Der Abschiedsbegleiter setzt die Musik auf, regelt deren
Lautstärke, fordert die Anwesenden zum Aufstehen oder Sitzen auf, lädt
zu Gedenkstille und symbolischen Gesten auf, erteilt oder ergreift das
Wort und beendet anschließend die Verabschiedung.
Die Rolle eines Abschiedsbegleiters kann
demzufolge nicht improvisiert werden und bedarf einer theoretischen und
praktischen Ausbildung.“
Die Abschiedsbegleiter von Socrem haben
diese Ausbildung bei einem wissenschaftlichen Institut in Turin
abgeschlossen.
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