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Zur Erinnerung an Herbert Mayr Die Socrem verdankt ihm viel |
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Es ist sicher angebracht an den großen Beitrag zu erinnern, den der ehemalige Vizebürgermeister Dr. Herbert Mayr zur Gründung des Krematoriums beim Gemeindefriedhof von Bozen geleistet hat. Die Socrem, die 1993 gegründet wurde, hatte damals unverzüglich bei den Gemeindeämtern den Antrag auf die Einrichtung einer Einäscherungsanlage eingereicht, da zu jenem Zeitpunkt die Leichen der Verstorbenen noch nach Mantua transportiert werden mussten. Die Idee der Feuerbestattung fand anfangs nur ein zögerliches Interesse, aber eine rege Bekanntmachung derselben mittels zahlreicher Konferenzen erwies, dass die Ethik der Einäscherung in der Bevölkerung auf eine steigende Zustimmung rechnen konnte. In der Gemeindeverwaltung gab es auch Gegenstimmen und damit Hürden, die überwunden werden mussten. Die einzige Person, die der Idee offen gegenüberstand und einen Dialog akzeptierte, war der damalige Vizebürgermeister Herbert Mayr, ein Mensch von großer Intelligenz mit Weitblick der sich konkret für das Anliegen der Socrem eingesetzt hatte. Die Schwierigkeiten, die sich ihm in den Weg stellten, waren nicht wenige, weil man gegen Vorurteile und Tabus zu kämpfen hatte. Aber er ließ sich nicht davon einschüchtern bis es ihm schließlich gelungen war in der Verwaltung und bei den verschiedenen politischen Strömungen, die Grundlagen für die Realisierung des Krematoriums durchzusetzen. Die SOCREM, zusammen mit ihren Tausenden von Mitgliedern, fühlt sich verpflichtet diesem Mann, dem die Stadt ihre Ehrerbietung schuldet für seine Dialogbereitschaft und die unzähligen sozialen Einrichtunge, deren Realisierung er bewirkt hatte, möchte auf diesem Wege noch einmal ihren Dank auszusprechen. Enrico Farina |
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Herbert Mayr |
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